Auf ein Wort

Schwerelos, über dem eigenen, offenen Grab schweben – einem Maler ist alles möglich und auch der modernen Bild-Technik. Man kann so leicht das sichtbar machen, was so schwer zu glauben ist. So faszinierend das Bild ist, so ernüchternd das Wissen: das alles ist von Menschen gemacht - virtuell.
Doch Auferstehung ist etwas anderes. Sie ist keine Erfindung des Menschen. Der ist eher vom ewigen Tod überzeugt. Ewiges Leben erscheint vielen unmöglich, unglaublich, gar nicht erstrebenswert.
Fest steht aber: Der Ursprung all der Bilder vom Auferstandenen findet sich im Zeugnis von Menschen, die ihm, dem Totgeglaubten begegnet sind. Worte und Bilder können es nur andeuten, sie können ihn, den Auferstandenen nicht fassen. Und doch ist dieses Unfassbare die Mitte und der Dreh- und Angelpunkt unseres Christseins. Wenn wir diesen Glaubenssatz aus dem Credo löschen, bleibt alles leer. „Wäre Christus nicht auferstanden, wäre sinnlos unser Glaube“- davon ist Paulus überzeugt.
Mit Jesus zeigt sich das ganz Neue: Gott ist der Gott der Lebenden, nicht der Toten. Die Auferstehung rückt in die Mitte aller Glaubensaussagen. Der Glaube an die Auferstehung ist gleichbedeutend mit dem Glauben an Gott. „Gott selbst, die Gemeinschaft mit ihm ist das Leben. Ihm zugehören, von ihm gerufen sein, bedeutet im unzerstörbaren Leben zu stehen.“ (J. Ratzinger)
Ihnen allen Frohe Ostern!

"Auf ein Wort" - Archiv

Auf ein Wort 10/2019
Auf ein Wort 9/2019
Auf ein Wort 8/2019
Auf ein Wort 7/2019
Auf ein Wort 6/2019
Auf ein Wort 5/2019
Auf ein Wort 4/2019
Auf ein Wort 4/2019
Auf ein Wort 3/2019
Auf ein Wort 2/2019
Auf ein Wort 1/2019