Auf ein Wort

Es war das Jahr 1975 – ein Heiliges Jahr. Der damalige Papst Paul VI. hat es mit der Öffnung der Heiligen Pforte eröffnet. Das Denkmal an ihn im Dom seiner Heimatstadt Brescia westlich des Gardasees zeigt ihn vor dieser Heiligen Pforte. Nicht hocherhobenen Hauptes und selbstbewusst schreitet er hindurch, sondern er kniet und gebeugt verweilt er davor.
Dabei war er der Papst, der das Konzil zu Ende und zum Erfolg führte, nachdem Johannes XXIII. ihm das begonnene Jahrhundertvorhaben Konzil unvollendet zurückgelassen hatte. Große Erwartungen waren mit dem Ausgang des Konzils verbunden. Aber schon 10 Jahre später spürte Paul VI., wie die Erwartungen in Enttäuschung umschlugen. Er stemmte sich dagegen, als Schwierigkeiten und Herausforderungen den Glauben und das Christsein aufzuweichen drohten. Er wählte den geraden Weg.
Nächsten Sonntag (14.10.) wird Paul VI. heiliggesprochen. Er war der erste Papst, der große Reisen unternahm, nach Israel, USA und Indien, der viel beachtete Enzykliken schrieb: “Über den Fortschritt der Völker” (populorum progressio), und “Humanae vitae” über Ehe und Familie, die viele als Pillenenzyklika beschimpften und die zum Widerspruch reizte.
1968 rief er den Weltfriedenstag aus: „Der Friede ist möglich. Jeder Mensch ist mein Bruder. Willst du den Frieden, mühe dich um Gerechtigkeit, verteidige das Leben, bereite den Frieden. Auf Erden müssen wir eine Zivilisation der Liebe aufrichten.“ - Der hl. Papst Paul möge in unserer unruhigen und schwierigen Zeit ein mächtiger Fürsprecher sein, damit auch wir den geraden Weg wählen.

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