Auf ein Wort

"...an Lichtmess eine ganze Stund!"
so hat man früher gesagt nach alter Erfahrung über das Wachsen des Tages und das Erstarken des Lichtes. Haben wir doch an Weihnachten nicht die Nacht, sondern das Aufstrahlen des Lichtes mitten in der Nacht gefeiert. Auch wenn wir modernen Menschen das Dunkel als nicht mehr so bedrückend und bedrohlich erleben wie die Menschen vor uns in Zeiten ohne künstliches Licht - all unser modernes Licht kann die Nacht nicht beenden. Für uns ist die Sonne die Quelle allen irdischen Lichtes. Doch gerade wir Christen sind beauftragt, Licht in die Welt zu bringen, mehr noch Licht der Welt zu sein.

"Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Licht in unser Leben und in unsere Welt kam, dann hat sein Leben einen Sinn gehabt",

schrieb Alfred Delp SJ, der am Lichtmesstag 1945 hingerichtet wurde. ER, der Christus, hat nicht nur Licht in die Welt gebracht. Er ist das Licht der Menschen.
Lichtmesstag - zwei Menschen begegnen sich - Maria und Simeon. Maria kommt, um den Sohn herzugeben - die zwei Tauben sind das Zeichen dafür. Sie behält den Sohn nicht für sich selber. Und Simeon ist der Empfangende: Hoffnung, Zukunft, Leben. Und er hat ihn nicht für sich allein: Licht für die Heiden, für alle.
Auch wir gehören Gott. In der Taufe ist es festgeschrieben. Wir leben nicht mehr uns selber, sondern IHM. Und Gott gehört uns. Er ist unser Licht. Er gehört uns nicht allein. Wir sind seine Boten: Lichtträger, Lichtbringer. Wir sollen ihn in die Welt tragen.

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